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Rasen sanden

Rasen sanden: Was bringt Sand auf dem Rasen?

Landet auf dem Rasen Sand, stellt sich unweigerlich die Frage: Muss das sein? Was bringt der Sand für den Rasen? Golf- und Fußballplätze machen es vor: saftiges Grün, ohne braune oder karge Stellen. Auch auf den heimischen Grasflächen kann sich das Rasen sanden anbieten. Erfahre hier, worauf du achten solltest.


Rasensand verwenden: Was ist das?

Hobbygärtner wissen mitunter gar nicht, welche Vorzüge Rasensand mit sich bringen kann. Aber was ist Rasensand überhaupt? Bei einem Sand für die Grasflächen kommt vorwiegend gewaschener und feinkörniger Sand aus Quarz zum Einsatz. Er erlaubt eine bessere Durchlässigkeit bei einem vorwiegend lehmigen Erdboden. Zusätzlich trägt er dazu bei, bestimmte Rasenkrankheiten zu vermeiden und vorzubeugen. Wie das gelingt, erklären die folgenden Abschnitte im Detail.

Checkliste für Rasen sanden:

  • Als Rasensand kannst du Quarzsand oder Spielsand mit einer Körnung von 0,5 bis 1,5 mm hernehmen
  • Den Rasen sanden kannst du ganzjährig durchführen – ideal ist es nach dem Rasen Vertikutieren im Frühjahr
  • Du brauchst ca. 3 – 5 Liter pro qm Rasenfläche. Bei großen Unebenheiten solltest du maximal 10 Liter pro qm nicht überschreiten
  • Rasen sanden geht sehr gut per Hand aber auch mit Hilfe von einem Streuwagen
  • Um den Rasen nicht zu beschädigen darf die Grasnarbe nie komplett mit Sand bedeckt werden.
  • Lawn Sand ist ein spezieller Rasensand – er ist perfekt um Moos im Rasen zu bekämpfen.

 

Der Zweck vom Sanden: Wobei hilft Sand auf dem Rasen?

Das Aufbringen von Sand auf dem Rasen liefert gleich mehrere Vorzüge für das Grün im Garten. Der Sand erlaubt eine stärkere Durchlässigkeit für Wasser. Das kann dazu beitragen, trockene und braune Stellen im Rasen zu vermeiden. Die oberen Schichten der Erde können bei einem lehmigen, stark verdichteten Boden zu Staunässe neigen. Das kann sich auf die Graswurzeln auswirken.

Wer solche Wurzelfäule bspw. verhindern will, pflegt den Rasen z. B. mit Rasensand. Damit können Nährstoffe besser von Wurzeln aufgenommen werden. Der Boden lässt sich mit dieser Pflegemaßnahme zusätzlich besser belüften. Nicht zuletzt kann der Rasen dichter wachsen, während Moose und Unkraut im Wachstum gehemmt werden können.

 

Das Material: Welcher Sand ist der beste für den Rasen?

Der ideale Sand für den Rasen ist solcher aus Quarz. Dieser sollte einen geringen Kalkanteil haben, um den pH-Wert des Bodens nicht zu beeinträchtigen. Geeigneten Quarzsand bekommst du im Fachhandel in gewaschener Form. Zusätzlich bietet dir der Sand aus dem Fachgeschäft normalerweise direkt die passende Körnung.


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Zum Sanden des Rasens ist eine Körnung zwischen 0,3 mm und 2 mm optimal. Solch eine feine Körnung eignet sich am besten, weil der Sand sich dadurch besonders gut in den feinen Poren eines lehmigen Untergrunds verteilt. Du kannst auch mit Bausand oder Spielsand den Rasen sanden.

Das Wesentliche für den Sand ist seine Zusammensetzung (d. h. kalkarm und ohne Ton) und die Körnung. Gewaschen sollte er ebenfalls sein, damit er nicht unnötige Klumpen ausbildet und den Rasen mit der Erde belastet. Der Handel bietet oft fertige Säcke mit Rasensand an. Diese können etwas kostspieliger sein im Vergleich mit Bausand, Spielsand oder Quarzsand.

 

Menge: Wie viel Sand brauchst du für den Rasen?

Wer seinen Rasen zu sanden gedenkt, muss bereits vor der Anschaffung des Sandes wissen, wie viel einzuplanen ist. Zuviel Sand auf dem Rasen wirkt sich schädigend auf die Grashalme aus, zu wenig bringt keinen richtigen Nutzen. Wie viel Sand ist demnach auf dem Rasen zu verteilen?

Der Boden bestimmt in erster Linie, wie viel Sand nötig ist. Für die Grashalme ist die Menge ideal, wenn die Spitzen der Halme noch sichtbar sind. Eine ungefähre Menge zwischen vier und zehn Kilogramm Rasensand pro Quadratmeter Grasfläche gelten als empfehlenswert.

 

Häufigkeit: Wie oft solltest du den Rasen sanden?

Eine Rasenfläche macht unter Umständen einiges mit: praller Sonnenschein im Sommer oder Spielwiese, um zu golfen, Fußballspielen, toben oder rennen. Die Grasfläche braucht in all diesen Fällen besondere Pflege und Aufmerksamkeit, um dauerhaft kräftig grün zu erscheinen. Ist der Erdboden zusätzlich lehmig und stark verdichtet, kann der Rasen leiden. Wie oft lohnt es sich in diesen Fällen, den Rasensand aufzubringen?

Für die Häufigkeit des Sandens empfiehlt sich ein jährlicher Rhythmus für ideale Ergebnisse. Dabei genügt es den Sand jedes Jahr im Frühjahr einzuarbeiten, sofern die Flächen ansonsten strapaziert werden. Bei einem weniger beanspruchten Boden kann der Rasen auch in Abständen von zwei oder drei Jahren besandet werden. Doch wann ist der Zeitpunkt gekommen, um zu sanden?

 

Wann ist der perfekte Zeitpunkt zum Rasen sanden?

Damit der Rasen optimal vom Sand profitieren kann, spielt der Zeitpunkt im Jahr eine besondere Rolle. Bspw. bringt es nichts, den Sand im Winter aufzubringen – der Boden ist wegen der Kälte zu hart und das Gras wächst ohnehin nicht. Im Sommer ist es jedoch genauso wenig zu empfehlen. Dann sind die Temperaturen viel zu hoch und die Grasflächen ohnehin von der Trockenheit herausgefordert. Der Frühling, d. h. die Monate April und Mai, bieten sich für den Rasensand an.

Es kommt dabei auf die richtige Temperatur an. Liegen die Temperaturen durchgängig über 9 °C, kann es mit dem Sand losgehen. Vorsicht: Auch wenn die Versuchung groß ist, bereits im März zu starten. Die Temperaturen könnten in diesem Zeitraum noch einmal sinken. Daher lohnt sich das Abwarten auf den wärmeren Frühling eher.

Eine Alternative zum Frühjahr stellt der Herbst dar, um den Rasen mit Sand zu versorgen. Das zusätzliche Sanden lohnt sich speziell für jene Grasflächen, die besonders beansprucht werden (z. B. weil sie als Spielfläche herhalten). Für das Sanden im Herbst kommt es vorrangig darauf an, dass die hohen Temperaturen der Sommermonate nicht länger auftreten. Das strapaziert den Rasen weniger stark. Grundsätzlich ist der Frühling – speziell beim ersten Rasensanden – besser geeignet.

Hilfreich ist es ebenso, den Rasen regelmäßig zu begutachten. Denn der Zustand kann bereits wichtige Hinweise liefern, ob das Sanden notwendig bzw. hilfreich wäre. Häufig deuten kahle Stellen im Grün ebenso wie braune Rasenflächen auf einen allzu stark verdichteten Untergrund hin.

In diesen Fällen kann der Rasensand nützlich sein, um den Boden aufzulockern, die Nährstoffe besser zu verteilen und letztlich einen ebenmäßigeren und grüneren Rasen zu erhalten. Wichtig: Erste Ergebnisse machen sich erst nach frühestens drei Jahren optisch bemerkbar. Denn der Sand muss regelmäßig aufgetragen werden, um sich im Erdboden zu verteilen und entsprechend seine Wirkung zu entfalten.

 

Sand kann auch mein Nachsäen gut helfen.

Wenn du zum Beispiel nach einem Unkrautbefall oder beim starken Vertikutieren beschädigte Stellen in der Grasnarbe hast dann kannst du beim Rasen nachsäen auch den Rasensamen mit Sand vermischen. Die Mischung aus Sand und Rasensamen hat drei Vorteile für dich.

  1. Du hast einen besseren Schutz gegen Vogelfraß
  2. Bei starker Sonneneinstrahlung schützt der Sand gegen zu schnellem Austrocknen
  3. Das Saatgut und Sandgemisch erleichtert dir auch das Ausbringen auf die geschädigten Rasenstellen.

 

Sand auf Rasen verteilen: Wie geht es am besten?

Für den Rasensand kommt es auf den Zeitpunkt ebenso an wie auf die Methode. Denn einfach Sand auf dem Rasen zu verteilen, ist wenig ratsam. Vielmehr hilft die richtige Technik dabei, den Rasen richtig zu sanden und langfristig optimale Ergebnisse zu erzielen.

Dabei sollte der Zeitpunkt gut gewählt sein. Denn nicht nur die Jahreszeit spielt eine wichtige Rolle. Das Vertikutieren ist ein weiterer Punkt, um den größten Nutzen vom Sanden zu haben. Demnach hilft es dem satten Grün enorm, wenn der Rasensand erst nach dem Vertikutieren verteilt wird.

Das Vertikutieren eignet sich vorrangig für die bevorstehende Wachstumsperiode im Frühjahr. In dieser Zeit gilt es, Rasenfilz, Unkraut und Moos von der Grasfläche zu entfernen. Der Boden soll durchlässig und nährstoffreich sein. Dann kann das Gras optimal wachsen. Für das Sanden des Rasens ist das Vertikutieren ein notwendiger bzw. wichtiger Schritt.

Dadurch gelingt es besser, den Sand in der oberen Erdschicht unterzubringen. Er soll weder im Filz noch im Moos hängenbleiben. Ideal ist es, wenn du zwei Wochen vorher den Rasen mit Dünger behandelst. Das stärkt die Pflanze im Vorfeld und macht die Halme robuster für die anstehende Prozedur.

Die einzelnen Schritte beim Sanden von Rasen gestalten sich demnach wie folgt:

  1. Rasenmähen (bis max. 3 cm)
  2. Vertikutieren (Längs- und Querrichtung)
  3. ggf. aerifizieren (d. h. belüften durch Löcher im Erdboden)
  4. Rasensand bis zu 2 cm Höhe verteilen (Grashalme bleiben sichtbar)
  5. Rasen wässern

 

Aerifizieren – ist das nötig zum Sanden?

Wer den Sand verteilen und einarbeiten will, kann vom sog. Aerifizieren einen Nutzen ziehen. Während beim Vertikutieren in Querrichtung und Längsrichtung gleichermaßen die Grasnarbe angeritzt wird, geht es beim Aerifizieren um das konkrete Lüften des Grases. Was heißt das?

Es entstehen bei diesem Vorgang kleine Löcher im Rasen. Diese Löcher befinden sich in einem Abstand von max. 15 cm zueinander. Sie entstehen mithilfe von Bodennägeln, die ihrerseits innen hohl sind. Diese Maßnahme bietet sich grundsätzlich im Anschluss ans Vertikutieren an. Sie ermöglicht es, den Sand einfacher und effizienter in die oberflächliche Erde einzubringen.

Damit das gelingt, sind im Handel spezielle Gartengeräte erhältlich: Grabegabeln, Rasenspechte, Aerifiziergabeln oder Nagelschuhe erweisen sich als hilfreich. Allerdings bedeuten diese Hilfsmittel einen großen Aufwand, wenn die Rasenflächen größer ausfallen. In solchen Fällen kann z. B. ein Profigerät, wie die Nagelwalze, eher nützen.

Sobald dieser Schritt vollzogen ist, können die ausgestanzten Teile der Erde einfach beseitigt werden. Auf diese Weise entstehen zahlreiche kleine Löcher im Erdboden. Die Methode eignet sich speziell für Grasflächen, die bereits braun sind und bei denen die Erde übermäßig dicht, trocken und lehmig ist.

 

Topdressing als Finish der Rasenpflege

Was passiert nach dem Besanden der Grasflächen? Das sog. Topdressing gilt unter umsichtigen Hobbygärtnern als das Nonplusultra des Sandens. Das liegt insbesondere an den erlesenen Zugaben, die darin enthalten sind. Das Topdressing wird prinzipiell nach dem Sanden aufgebracht. Es enthält eine gehaltvolle Mischung, die das Rasenwachstum optimieren kann. Dünger, Quarzsand, Torf, Lauberde oder auch gesiebter Kompost kommen hierbei zum Einsatz. Wurden die ausgestanzten Kegel vom Aerifizieren zuvor entsorgt, können sie für das Topdressing noch einen Zweck erfüllen.

Die einzelnen Schritte des Düngens, Vertikutierens, Aerifizierens und Sandens werden mit einem Topdressing vollendet. Für die Grashalme bedeutet das, schnelleres Wachstum und mehr Vitalität. Unerwünschte Nebenpflanzen, wie Unkraut oder Moose, haben es mit einem Topdressing schwerer auf dem Rasen.

 

Fazit: Sand für den Rasen nutzen – gewusst wie!

Wer seinen Rasen optimal pflegen will, nutzt sog. Rasensand für eine optimale Durchlässigkeit. Dabei sollen die Wasserversorgung ebenso verbessert werden wie die Belüftung. Der feinkörnige Sand für den Rasen kann einmal pro Jahr im Frühjahr eingearbeitet werden, um nach zwei bis drei Jahren schließlich einen dichteren und sattgrünen Rasen zu erhalten.

 

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